The Magnificent Brotherhood
live at
Bang Bang Club, Berlin (D)
08.09.2007

bang bang

Review by
Martin Hönicke
originally published in Friedrichshain-Kreuzberg Kulturinfo

Magnificent Bang Club

Ein großartiger Gig der „Magnificent Brotherhood Of Eternal Love And The Happiness' Close Companions“ war am 08.09. im Bang Bang Club (Mitte) zu erleben. Schon allein die Atmosphäre des kleinen aber feinen Etablissements lud zum Wohlfühlen und Tanzen ein.

Hood Press AHood Press B

Als die ersten Takte von „Old Tattoo“ angespielt wurden, lockerte sich sie Stimmung im Publikum schlagartig auf. Tracks wie „Gun or Run“, „Black Mind Machine“ usw. folgten in gewohnt genialer Qualität. Dem erfahrenen Zuhörer wird schnell klar, hier sind echte Freaks am Werk, die ihr Handwerk zu hundert Prozent verstehen! Denn neben den betörenden Klängen der elektronischen Orgel, gespielt von Erik Heagert, bildet Frontsänger und Gitarrist Kiryk Drewinski die perfekte Ergänzung. Schlagzeug ( Lars Puder) und Bass ( Jan Rohrbach) runden den Sound zu einem einmaligen Hörgenuss ab, der direkt aus den sechziger Jahren in unsere Zeit „gebeamt“ worden zu sein scheint. Dieser hohe Qualitätsanspruch scheint sich herumgesprochen zu haben, denn Konzerte der Brotherhood werden von Mal zu Mal besser besucht, was die Jungs auch definitiv verdient haben.

Mit leicht abgewandelter Playlist, aber dennoch mit ihren großartigen Songs, „jammte“ die Bruderschaft circa eineinhalb Stunden fröhlich vor sich hin und ließ ihre Gäste nicht zur Ruhe kommen. Das Finale bildete, wie schon häufig zuvor, das H.P. Lovecraft-Cover „The Drifter“, welches aber wieder seine ganz eigene Brotherhood-Note erhielt und das Konzert rockig ausklingen ließ. Auch die anschließende Party tat der Stimmung keinen Abbruch, sondern förderte im Gegenteil noch die Begeisterung für die Rock-Musik der sechziger Jahre.


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