VELVET TWO STRIPES

Vielleicht muss man vor allem Jack White danken. Dafür, dass er den Geist des Blues Rock in den vergangenen 15 Jahren so erfolgreich in der Gegenwart verankert hat – und damit den Beweis angetreten ist, dass das älteste aller Rockmusikgenres noch immer Relevanz hat. White hat den Boden für Bands bereitet wie The Kills, Yeah Yeah Yeahs und Deap Vally. Allesamt Bands übrigens mit charismatischen Frauen an der Spitze, alles Bands, die zwischen Garage, Blues, Fuzz Rock und Riot-Grrrl-Punk ein Genre erobert haben, auf dem kürzlich eine neue, aufregende Band ihren verbeulten Van geparkt hat: Velvet Two Stripes.

Ausgerechnet St. Gallen. Wo Katholizismus, Banken, Versicherungen und eine Stickerei Hand in Hand gehen, hat sich 2011 eine Band gegründet, die Riot-Grrrl-Punk, Blues und Garage Rock zusammendenkt. Die halbschwedischen Schwestern Diggelmann, Sophie und Sara, mit 25 die Bandälteste, und Bassistin Franca Mock kommen aus St. Gallen, leben in Zürich und machen Musik, seit sie zwölf Jahre alt sind. Von den Eltern haben sie musikalische Eindrücke mitbekommen, haben sich mit Eric Clapton, Crosby, Stills, Nash & Young und altem Blues auseinandergesetzt. Der Rest kommt mit der Garage-Rock-Welle, die The White Stripes und The Strokes Anfang der 00er Jahre lostreten. Dann sind sie bereit für die eigene Band. Und was für eine! Endlich eine Band aus Europa, die es mit den Großen der Szene aufnehmen kann, die den Jungs die Garage streitig macht und zeigt, dass auch junge Frauen einen Sinn für den Blues haben – und Männerdomänen sowieso nur dafür da sind, um in Schutt und Asche gelegt zu werden.

Im Jahr 2014 erschien ihr Debütalbum „VTS“. Überraschend reif, bluesig und nicht weit weg von The Kills. 2017 erschien ihre EP „Got Me Good“. Produzent Tim Tautort (Manic Street Preachers, Turbostaat, The Kooks, Annenmaykantereit u.a.) hat die fünf Songs in den Hansa Studios in Berlin aufgenommen, das Mastering hat Pete Lyman (Black Rebel Motorcycle Club, No Age, Male Bonding, Rival Sons) in LA übernommen. Die Stücke klingen breit, satt, krachig und abwechslungsreich.

Im Februar 2019 erschien nun mit „Devil Dance“ ihr zweites Album. Die Band hat ihren Sound gefunden und der kommt sehr gut ohne Schnickschnack und viel Instrumentengeplänkel aus. Gitarre einstöpseln und ab die Post. Da und dort hat sich Produzent Tim Tautorat aus den Berliner Hansa Studios zu der ein oder anderen Orgeleinlage hinreissen lassen. Das Album ist bei aller Geradlinigkeit vielschichtiger als die Vorgänger. Da sind durchaus Schlenzer möglich in leicht verlangsamtere Stoner-Gefilde. Velvet Two Stripes experimentieren da und dort, ohne sich einem avantgardistischen Anspruch anzubiedern. Devil Dance ist ehrlich, direkt und rau – und macht Lust auf Liveauftritte.

Velvet Two Stripes spielten bereits auf einer Reihe von wichtigen Showcase Festivals wie The Great Escape, Transmusicales und Reeperbahn Festival und spielten bereits den Support für Rival Sons, The Kooks, Uriah Heep und Brody Dalle.

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CH

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